E.KJ.3 / Persönlichkeits(entwicklungs)störungen im Kindes- und Jugendalter - Differentialdiagnostik, Verständnismodelle und Behandlungsansätze
  Vortragende/r   Dipl.-Psych. Thomas Kämpfer
 

Ort

  Webinar via Zoom-Software
  Termin   Samstag, 29. März 2025, 9-18:30 Uhr
  Umfang   10 UE à 45 min
  Anrechnung   für die Fortbildung von Klinischen und Gesundheits-PsychologInnen gem. §33 PG 2013 und für die spezialisierende Weiterbildung Kinder-, Jugend- und Familienpsychologie (5 UE für Cluster 2, 5 UE für Cluster 3 oder 10 UE für Cluster 3)
  Anmeldeschluss   28. Februar 2025
  Kosten   € 230, - (für GkPP-Mitglieder: € 190,-)
  Inhalt   In stationären und ambulanten kinder- und jugendpsychiatrischen
Behandlungssettings sehen wir regelmäßig KlientInnen, die aufgrund chronisch diffuser und/oder (bindungs- ) traumatischer Belastungen komplexe und fluktuierende Problemkonstellationen entwickelt haben. Klinisch manifestiert sich das u.a. in selbst- oder fremdverletzenden Verhaltensweisen, suizidalen Krisen und Suizidversuchen,Essproblemen, Promiskuität, Substanzmittelmissbrauch, heftiger Wut, einem chronischen Gefühl innerer Leere und erheblichen zwischenmenschlichen Problemen.

Diese psychischen Beeinträchtigungen entsprechen weitestgehend den in der ICD-11 beschriebenen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung mit Borderline-Muster. Kinder und Jugendliche mit diesen Störungsbildern überfordern schnell das zur Verfügung stehende Betreuungs- und Behandlungssetting, zunehmend problematisch verlaufende Entwicklungen
mit wiederholten Beziehungsabbrüchen, wechselnden Fremdunterbringungen und wiederholten stationären Aufenthalten können die Folge sein.

Im Seminar werden aktuelle Erklärungsansätze (u.a. Auswirkungen von frühen Traumatisierungen auf Bindungsentwicklung, Mentalisierungsfähigkeit, Affektkontrolle, etc.) zum Verständnis der Entstehung früher Störungen, speziell der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung, erarbeitet. Die differentialdiagnostische Abgrenzung zur komplexen Traumafolgestörung nach ICD-11 und zu temporären Adoleszenzkrisen wird diskutiert. Des Weiteren werden kinder- und jugendpsychiatrische Behandlungszugänge und die Inhalte ausgewählter Therapieprogramme (DBT-A, MBT-A, …) praxisorientiert vorgestellt. Ein Schwerpunkt dabei sind konkrete Interventionen bei Selbst- und fremdgefährdenden Verhaltensweisen.
  Methode   Theorieinput, Videomaterial, Diskussion, Gruppenübungen, konkrete Übungssequenzen
 

Zur Person

  Diplom-Psychologe, Klinischer und Gesundheitspsychologe. Langjährige
Leitungstätigkeit im stationären und ambulanten kinder- und jugendpsychiatrischen Bereich. Seit 2008 Leitung des Beratungszentrums Graz-Umgebung Nord.

Klinische Behandlungs- und Fortbildungsschwerpunkte: Säuglings-Kleinkind-Elternberatung und -behandlung, Bindungsstörungen und bindungstraumatische Kontexte, Selbst- und Fremdgefährdung in der Adoleszenz, Weiterbildung/Training zu Neuerungen der ICD-11.
  Zusatzinfo   Zielgruppe: (Klinische und Gesundheits-)PsychologInnen, die eine Vertiefung und Spezialisierung im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familien-Psychologie anstreben.
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